10. März 2009 | Über das bewegende Werk „In the Name of Man“ des Regisseurs Andrea Canetta sollten Millionen von Zuschauern avisiert werden. Bis zum heutigen Tag haben nur einige Tausende das Privileg gehabt, diesen aufrechten, ehrlichen Film zu sehen, der über die Odyssee von Youssef Nada berichtet.
20. November 2008 | „ Es wird die Zeit kommen wo die Verantwortlichen der Verbrechen gegen die Menschheit, und die die den israelisch-palästinensischen Konflikt und andere Konflikte unserer Epoche begleitet haben, vor den Gerichten der Menschen oder der Geschichte aufgerufen werden und zusammen mit ihren Komplizen und allen, die im Westen das Schweigen, die Feigheit und den Opportunismus gewählt haben, zur Verantwortung gezogen werden“. (*)
2. November 2008 | Der Schritt ist energisch, die Haltung leicht gebeugt, der Blick wach. Die Wunde reicht tief. Sein erschütternder Fall ist der eines Ingenieurs, eines talentierten Bankiers, der weiterhin in der Geschäftswelt hätte Wunder wirken können, wenn ihn nicht der Westen, der diesen erbarmungslosen „Krieg“ gegen Muslime ausgelöst hat, daran gehindert hätte und wenn die Schweiz nicht, gegen jede Erwartung, darauf beharren würde, ihn in einem System von Sanktionen einzuschränken, obwohl dies rechtswidrig ist (*).
8. Oktober 2008 | Seit George W. Bush den «Krieg gegen den Terror» erklärt und seit der UNO-Sicherheitsrat völlig willkürliche Sanktionen eingeleitet hat, wurden Zehntausende von Unschuldigen - hauptsächlich Muslime - entweder inhaftiert und Folterhandlungen ausgesetzt oder missbräuchlicherweise auf „Terror-Listen“ eingetragen und ihrer persönlichen Freiheit, sowie ihrer Vermögenswerte, beraubt. Der Fall des italienischen, aus Ägypten stammenden, Geschäftsmannes Herrn Youssef Nada, der der Öffentlichkeit weitgehend unbekannt ist, hat unsere Aufmerksamkeit erregt. Es ist emblematisch für diese ungerechte Sanktionspolitik, die Menschen - die sich nichts vorzuwerfen haben - ihrer Freiheit und Existenzmittel beraubt und an die die Schweiz leider weiterhin unterstützt.
24. Juli 2008 | Herr Sami al-Haj kommt hinkend, auf seinen Stock gestützt, auf uns zu; aufrecht, beeindruckend. Er gibt den Eindruck von starkem Feingefühl. Kein Lachen und kein Lächeln beleben seine feinen Gesichtszüge, die viel zu jung gealtert sind. Von ihm geht eine tiefe Traurigkeit aus. Er war 31 Jahre alt, als sein Leben im Dezember 2001 - wie das tausender anderer Muslime – plötzlich zum Horror wurde.
20. Juni 2008 | Im Laufe seiner Aufdeckungen ist Herr Dick Marty zweifellos eine der weltweit am meisten respektierten politischen Persönlichkeiten geworden. Im November 2005 ist der ehemalige Schweizer Staatsanwalt Dick Marty vom Europarat beauftragt worden, zu den CIA-Entführungen und den CIA-Geheimgefängnisse in Europa zu ermitteln. Im August 2007 wurde er beauftragt, zu den „Terrorlisten“ zu ermitteln, die von der UNO erstellt und verwaltet werden. In seinen Berichten hat er bewiesen, dass dieses unter Verletzung des Völkerrechts geschieht. Ununterbrochen ruft er seitdem die Europäische Union auf, die „Menschenrechte in den zukünftigen Anti-Terrormassnahmen“ zu gewährleisten. (*)
17. Juni 2008 | Die Vereinigten Staaten und die Europäische Union haben, unter dem Vorwand des „Antiterror“ Kampfs, den Geheimdiensten und der Polizei unbegrenzte Befehlsgewalt erteilt. Die Ausnahmemassnahmen die im Jahre 2001, ausserhalb des gerichtlichen Prärogativs, provisorisch eingeleitet wurden, sind permanent geworden. Seit September 2001 werden mindestens 80.000 Personen, hauptsächlich Muslime, des Terrorismus verdächtigt. Man sagt, sie seien gekidnappt und in Geheimgefängnissen eingesperrt worden, wo sie, vor allem, von Agenten der CIA und dem FBI gefoltert worden wären. Hunderte andere wurden auf die „Schwarzen Liste“ der UNO gesetzt. Dies geschah auch Herrn Youssef Nada, ein 77 Jahre alter Geschäftsmann, italienischer Staatsbürger ägyptischer Herkunft. G.W. Bush beschuldigte ihn der Finanzierung Al-Qaidas und obwohl zwei Ermittlungen beide auf eine Einstellung des Verfahrens gegen Herrn Nada hinausliefen, schaffte er es nicht, die Streichung seines Namens von der „Schwarzen Liste“ der UNO (*) zu (...)
29. Dezember 2006 | Dr. phil. Daniele Ganser ist Historiker, spezialisiert auf Zeitgeschichte seit 1945. Er unterrichtet am Historischen Seminar der Universität Basel und er ist Präsident von ASPO-Schweiz. Dr.Ganser hat ein Werk über die " Geheimen Armeen der NATO" publiziert. Die Vereinigten Staaten haben in Westeuropa, seines Erachtens, während 50 Jahren terroristische Anschläge organisiert, die dann zu Unrecht den Linken zugeschrieben wurden, um sie in den Augen der Wähler zu diskreditieren. Heute dauert diese Strategie an um Angst vor dem Islam zu bewirken und um Kriege für die Energiereserven zu rechtfertigen.
11. September 2006 | Die Palästinenser haben bei den palästinischen Parlamentswahlen vom Januar 2006 massiv zu Gunsten der Hamas gewählt. Es war notwendig, diese Wahl zu respektieren. Die Europäische Union hat sie aber bestraft, indem sie ihre Hilfsgelder zurückzog. Diese Reaktion zwang Millionen von Palästinenser ins Elend und in den Hunger. Man muss betonen, dass der Sieg der islamischen Bewegung nicht nur den Regierungen, die auf den Sieg der Fatah gesetzt hatten, in den Rücken fiel, sondern auch den Parteien und Bewegungen der Progressiven, die es nicht vermocht hatten, dem palästinischen Volk und seinem wirklichen Anliegen zuzuhören.
27. Juni 2006 | Interview mit einem einfachen Palästinenser *.
Silvia Cattori fragt ihn insbesondere, wie die Leute vor Ort die Gefangennahme des israelischen Korporal Gilad Shalit am 25 Juni 2006 in Gaza gelebt haben, und was sie für die Palästinenser bedeutet.