19. Januar 2009 | Die Gründung des Staats von Israel im Jahr 1948 ist durch die ethnische Säuberung von mehr als 750.000 Palästinenser begleitet worden (*) – ungefähr mehr als die Hälfte der einheimischen Bevölkerung ist, entweder durch Gewalt oder aus generierter Angst wegen den absichtlichen Massakern an der Zivilbevölkerung, aus ihren Städten und Dörfern, wie aus dem Dorf Deir Yassin, vertrieben worden.
Seither hat Israel, während seiner sechzig Jahre Existenz – vom Massaker von Sabra und Chatila im Jahre 1982, bis hinaus zu den Blutbädern, die sich heute in Gaza abspielen, die Zerstörung des Flüchtlingslagers von Jenine und die Zerstörung der palästinensischen Infrastrukturen im Westjordanland im Jahre 2002, die Massaker im Flüchtlingslager von Janaliah und Beit Hanoun im Jahre 2005, 2006 und 2008, den massiven Bombardierungen vom Libanon im Jahre 2006 - unter dem Vorwand „sich zu verteidigen" nie aufgehört, seinen Nachbarn Tod und Verwüstung mit der Schlagkraft seiner Luftwaffe, seiner Kriegsmarine und seinen (...)
16. Januar 2009 | Mit wem denken Sie zu reden, wenn Gaza sich aus seinen Trümmern erheben wird? Mit jenen aus Ramallah, die ihr Volk verraten und die Sie mit der „Genfer Initiative" in die Irre geführt haben, die Israel den Vorzug gibt und damit den Kolonisierten noch weitere Ungerechtigkeiten bringt? Oder mit jenen, die das Vertrauen der Palästinenser erworben haben?
8. Januar 2009 | Seit elf Tagen führt Israel einen grauenhaften Krieg gegen eine Zivilbevölkerung mit eindeutiger oder stillschweigender Beihilfe, und dies sollte man unerlässlich laut sagen, unserer Staaten.
Seit elf Tagen wirft Israel ununterbrochen Phosphorbomben und Bomben mit abgereichertem Uran ab, verachtet deutlich das internationale Recht und zeigt keine Rücksicht für das Leben der Einwohner von Gaza, ob Männer, Frauen oder Kinder.
Durch die Feigheit unserer Regierungen, die sich bislang nur auf einige diplomatische Gestikulationen beschränkt haben, um Israel Zeit zu lassen „die Hamas zu zermalmen“ - mit anderen Worten, der palästinensische Widerstand gegen die israelische Militärbesatzung - sterben die Opfer dieses grauenhaften Kriegs, von dem wir die höllischen Bilder nicht mehr ertragen können, mangels erster (...)
5. Januar 2009 | Seit gestern Morgen, den 3. Januar, gelingt es uns nicht mehr die Verbindung mit den tapferen Familien herzustellen, die wir in Gaza kennen. Wir wissen, dass sie keine Möglichkeiten haben zu entfliehen, wohin auch immer. Der Strom und das Kommunikationsnetz sind abgebrochen. Es gibt in Gaza keinen Ort, der nicht bombardiert wird.
23. November 2008 | Im Irak herrscht Angst und Terror. Seit dem Jahre 2003 wurden mindestens 380.000 Frauen, Männer und Kinder auf brutale Weise ihrem Domizil entrissen und in Haft- und Folterzentren eingesperrt. Laut der UNO wären zurzeit im Irak immer noch 50.000 Personen durch die Besatzungskräfte und ihre Alliierten inhaftiert. Im Kontext des wachsenden ethnischen Hasses könnte jedoch diese Ziffer bedeutender sein, denn die Geheimgefängnisse sind Legion und Demütigungen und Folter sind Richtlinien geworden.
20. November 2008 | „ Es wird die Zeit kommen wo die Verantwortlichen der Verbrechen gegen die Menschheit, und die die den israelisch-palästinensischen Konflikt und andere Konflikte unserer Epoche begleitet haben, vor den Gerichten der Menschen oder der Geschichte aufgerufen werden und zusammen mit ihren Komplizen und allen, die im Westen das Schweigen, die Feigheit und den Opportunismus gewählt haben, zur Verantwortung gezogen werden“. (*)
8. Oktober 2008 | Seit George W. Bush den «Krieg gegen den Terror» erklärt und seit der UNO-Sicherheitsrat völlig willkürliche Sanktionen eingeleitet hat, wurden Zehntausende von Unschuldigen - hauptsächlich Muslime - entweder inhaftiert und Folterhandlungen ausgesetzt oder missbräuchlicherweise auf „Terror-Listen“ eingetragen und ihrer persönlichen Freiheit, sowie ihrer Vermögenswerte, beraubt. Der Fall des italienischen, aus Ägypten stammenden, Geschäftsmannes Herrn Youssef Nada, der der Öffentlichkeit weitgehend unbekannt ist, hat unsere Aufmerksamkeit erregt. Es ist emblematisch für diese ungerechte Sanktionspolitik, die Menschen - die sich nichts vorzuwerfen haben - ihrer Freiheit und Existenzmittel beraubt und an die die Schweiz leider weiterhin unterstützt.
21. Januar 2008 | Die Anzahl der Palästinenser die Opfer von Verhaftungen und von Hinrichtungen sind, nimmt in Gaza, wie auch im Westjordanland, ständig zu. Israel kann in aller Ruhe den totalen Krieg gegen Hamas erklären. Israel kann die UNO-Lastwagen verbieten, die den lebensnotwendigen Bedarf der Palästinenser nach Gaza transportieren, wo es an Medikamenten und an Wasser mangelt und wo die Bevölkerung am Rande der Hungersnot steht. Israel hat dafür die eifrige Unterstützung der korrumpierten Behörden aus Ramallah und die der Großmächte.
13. November 2007 | Wer ist verantwortlich für die sieben Toten und fast hundert Verletzte* unter den Menschen, die sich bei der Gedenkveranstaltung zum dritten Todestag von Yasser Arafat dort befanden, um ihm ihre aufrichtige Anerkennung entgegenzubringen?
Sind die Palästinenser aus Gaza, die schon unschuldige Opfer der furchtbaren Blockade sind, die Israel ihnen verhängt, nicht ebenfalls Opfer einer «Strategie der Spannung» und Geisel der palästinensischen Behörden, die mit dem Besatzer kollaborieren?
6. Juli 2007 | Neulich, als ich mir die BBC Nachrichten anschaute, sah ich mit Schrecken, wie israelische Soldaten auf den am Boden liegenden palästinensischen Kameramann schossen, wie auch auf die Männer, die ihm zu Hilfe kommen wollten.
Für mich ist es sehr schmerzhaft Bilder anzuschauen, die die Brutalität der Menschen zeigen.
12. Mai 2007 | Der seit länger als einem Jahr andauernde Wirtschaftsboykott, der dem palästinensischen Volk von den USA und der Europäischen Union auferlegt wurde, soll dieses Volk erdrosseln und den Forderungen Israels unterwerfen.
Das Leben der Einwohner des Westjordanlands und Gazas war schon vor dem Boykott grauenhaft. Doch dieser Boykott, der Menschlichkeit unwürdig, hat das tägliche Leben noch viel grauenhafter gemacht.
19. Januar 2007 | In Israel sind die Menschen im Generellen sehr stolz auf ihre Armee. Die israelische Regierung hat sich schon immer bemüht, sie als sauber, nobel und einmalig vorzustellen. Immer wird wiederholt, dass es "die moralischste Armee der Welt" sei. Tzahal (Israelische Verteidigungskräfte) ist keine Verteidigungsarmee, wie der Name vorgibt, sondern eine offensive, fremdenfeindliche Armee, die für die umfangreichste ethnische Säuberung und die längste Militärbesatzung der Moderne verantwortlich ist.
22. Juli 2006 | In Nablus fühlt man noch gewaltsamer, bereits beim Einbruch der Dunkelheit, das erdrückende Terrorklima der Tsahal, dieser Armee von Vandalen, die mit einem beeindruckenden Arsenal ausgestattet ist. Jede Nacht dringen zig Fahrzeuge, mit Soldaten besetzt, in die belagerte Stadt ein. In letzter Zeit wird die Bevölkerung von Nablus stärker erdrosselt und verfolgt als es generell üblich ist.
18. Juli 2006 | Während die Welt der Zerstörung des Libanon durch Israel beiwohnt, geht die kontinuierliche Besatzung Palästinas weiter. Während man die Kameras auf Beirut lenkt, werden alle Maßnahmen ergriffen, um die Palästinenser zu unterdrücken und sie zur Flucht zu zwingen. Silvia Cattori hat sich vor Ort begeben. Sie beschreibt den Terror, dem die Einwohner von Nablus ausgesetzt sind.
30. September 2003 | Die schmerzerfüllten Augen Palästinas.
Sie verlangen nach Einheit, nach Gerechtigkeit, nach Wahrheit, nach Menschlichkeit.
Blicke von Kindern, die seit Generationen keinen Anspruch auf die Freude der Kindheit gehabt haben.
Die Augen, von denen ich hier spreche, sind die eines palästinensischen achtjährigen Jungen, dessen aufrichtiger, ausdrucksvoller Blick uns mit Neugierde und Wärme anschaute. Seine grünen Augen standen gänzlich im Gegensatz zu der grauen, apokalyptischen Landschaft dieses fahlen Morgens im April, als wir, gelähmt durch den Horror, die zerstörte Altstadt von Nablus betraten.
13. April 2003 | “To those who went martyred for the land of the sad oranges. And for those who have not been martyred yet” *.
Wo befindet ihr euch, Freunde, Väter, Mütter, Brüder, Schwestern, ihr, die ihr noch fähig seid Euch zu empören? Die Verdammten Palästinas wenden sich auf ihrer Suche nach einem Überrest von Menschlichkeit an Euch.