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Eine Analyse von Pierre Khalaf (New Orient News)
Vorzeichen für den Misserfolg des Planes gegen Syrien

Der Rückzug aus dem Irak, ganz von den dominanten Medien verschwiegen, um die schon miserable Moral der Armee und des US-Volkes zu schonen, bedeutet ein Grundereignis für eine neue Welt, die die Konkurrenten der USA anspornen werden, um der Vorherrschaft einer vergehenden Supermacht die Stirn zu bieten. Die Vorzeichen dieser Ära sind dabei, sich mit der Konstitution einer neuen internationalen Front zu zeigen, der BRICS-Länder, die verweigern, dass der Westen weiterhin einseitig die Weltsachen verwaltet.

24. Dezember 2011

Die Entwicklung der Krise in Syrien, wo die USA und ihre arabischen und europäischen Alliierten Schwierigkeiten haben ihren Willen aufzudrängen, veranschaulicht die Tendenz nach einer multipolaren Welt.

In Syrien beginnen die Sanktionen, die die westliche Allianz über die Arabische Liga mit Mühe aufbaut, zu zerbröckeln. Dank einem subtilen politischen und diplomatischen Spiel ist es Damaskus gelungen, wichtige Breschen mit Hilfe des Irak zu schlagen, welcher dem Katar die Initiative wegnahm. Mit dem Libanon und Jordanien, welche die von der Arabischen Liga beschlossenen Sanktionen zurückstoßen, gerät das ganze, von den Golfländern inszenierte System ins Taumeln.

Ein in Foreign policy von zwei internationalen Experten geschriebener Artikel versichert, dass die gegen Syrien verhängten Sanktionen die Bevölkerung treffen und den Staat stärken, welcher eine große Zahl von Auswegsmöglichkeiten besitzt, um die Sanktionen nichtig zu machen.

Der arabisch-westliche politische Druck hat noch weniger Effekt als die wirtschaftlichen Maßnahmen. Die verzweifelten Versuche, die Krise international zu machen, indem das Problem dem Sicherheitsrat unterlegt wird, scheitern an der soliden Haltung Russlands und seinen Freunden der BRICS. Moskau hat ein geschicktes, politisch-diplomatisches Manöver unternommen, das den USA die Initiative genommen hat. Indem es ein Projekt über Syrien im Sicherheitsrat eintrug, hat Russland den Westmächten den Teppich unter den Füssen weggezogen. Sie stehen in großer Verwirrung, gleichfalls auch wegen den Marionetten des Syrischen National Rates und seinem Chef Burhan Ghalioun. Letzterer, sehr ungeschickt, versteckt nicht mehr seine Absichten, da er erklärt, dass die syrische Opposition zum Ziel hat, Syrien von seinen derzeitigen Verbündeten, dem Iran und den Widerstandsgruppen abzutrennen und es fest in dem Westen zu verankern.

Unterdessen vervielfachen die Terrorgruppen am Boden ihre Verbrechen und ihre Angriffe auf die regulären Ordnungskräfte. Aber diese bewaffneten Aktionen sind außerstande, das innere Kraftverhältnis zu ändern, das weitgehend zu Gunsten der syrischen Macht bleibt.

New Orient News (Libanon)
Chefredakteur: Pierre Khalaf (*)
Tendances de l’Orient No 62, 19 Dezember 2011.


(*) Forscher im Zentrum für Strategische Arabische und Internationale Studien in Beyrouth.

Übersetzung, Horst Frohlich (24.12.2011):
http://www.voltairenet.org/Niederlage-des-US-Imperiums

Französische Fassung (19.12.2011):
http://www.neworientnews.com/news/fullnews.php?news_id=50867

Alle Fassungen dieses Artikels:
- Prémices de l’échec du plan contre la Syrie