politische schriften
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Eskalation der israelischen Repression in Palästina
Mazin Qumsiyeh: "Die israelische Armee ist hinter mir her"
3. März 2010 | Die israelische Armee marschierte in der Nacht des 2. März in Mazin Qumsiyehs Viertel in Beit Sahour ein, einen Vorort von Bethlehem. Sie holte seine Mutter aus dem Schlaf, seine Frau und seine Schwester. Schwer bewaffnete Soldaten riegelten während dieser "Operation" Straßen ab. Als seine Familie die Tür öffnete, verlangten sie Mazin Qumsiyeh (*) zu sehen. Ihnen wurde gesagt, dass er in die USA gereist sei. Hier antwortet er auf die Fragen von Silvia Cattori.


Ein Gespräch mit Herrn Jean-Claude Willem
Darf man israelische Waren boykottieren?
30. Juli 2009 | Jean-Claude Willem, 75 Jahre, berichtet in diesem Gespräch wie er als Bürgermeister (PCF -kommunistische Partei) von Seclin, eine französische Kleinstadt mit 12 000 Einwohnern, sieben Jahre turbulenten Gerichtsverfahren unterlag und er zu 1000 Euro Geldstrafe verurteilt wurde wegen der Absichtsäußerung, aus den Kantinen der kommunalen Schule Fruchtsäfte, die aus den illegalen israelischen Kolonien stammen, ausschließen zu wollen. Zu guter Letzt wurde sein Rekurs beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) in Straßburg zurückgewiesen. Obwohl die legitime Absicht von Jean-Claude Willem gegen die Apartheid zu kämpfen, anerkannt wird, hat die französische Gerichtsinstanz erachtet, dass im vorliegenden Fall ein Boykott von Waren aus der israelischen Apartheid auf eine wirtschaftliche Diskriminierung gegen Produzenten mit israelischer Staatsangehörigkeit hinausläuft. Deswegen hat ihn der Gerichtshof zugleich als Bürger verurteilt, der Diskriminierung auf nationaler Basis aufruft und (...)


Aufklärung über die Weltkonferenz gegen Rassismus in Genf
Vier palästinensische Stimmen
7. Mai 2009 | Warum darf der Rassismus Israels nicht wirklich in Frage gestellt werden? Die UN-Durban Überprüfungskonferenz, die vom 20. bis 24. April 2009 in Genf stattfan, um den begangenen Fortschritt seit der „Weltkonferenz gegen Rassismus, Rassendiskriminierung, Fremdenfeindlichkeit und damit zusammenhängende Intoleranz“ von 2001 in Durban, zu beurteilen, verwandelte sich in ein Bühnenspiel, orchestriert von Ländern, die sich weigern Israel als einen Rassisten- und Apartheidstaat anzusehen, so wie von den Ländern und Organisationen, die keine offene Debatte über Israels rassistische Gesetze und Politik gegenüber Nicht-Juden akzeptieren.


Weltkonferenz gegen Rassismus: Von Durban nach Genf
Abdel Bari Atwan: „Israel wurde trotz dem Schutz der Westlichen Welt demaskiert“
3. Mai 2009 | Abdel Bari Atwan, namhafter palästinensischer Journalist und Chefredakteur der in London erscheinenden arabischsprachigen Zeitung Al-Quds Al-Arabi, wurde von Silvia Cattori auf der „Durban-Überprüfungskonferenz“ von Genf interviewt. Das Interview fand am 23. April in Genf statt.


Aufklärung über die Durban-Überprüfungskonferenz
„Das Schlussdokument von Genf entspricht nicht dem Bestreben der Völker“
30. April 2009 | Gespräch mit Herrn Botschafter Germán Mundaraín Hernández, Ständiger Vertreter der Bolivarischen Republik Venezuela bei den Vereinten Nationen in Genf. Aufgezeichnet von Silvia Cattori und Sandro Cruz, 22. April 2009


Plädoyer für Gerechtigkeit
„In the Name of Man“, ein Film von Andrea Canetta
10. März 2009 | Über das bewegende Werk „In the Name of Man“ des Regisseurs Andrea Canetta sollten Millionen von Zuschauern avisiert werden. Bis zum heutigen Tag haben nur einige Tausende das Privileg gehabt, diesen aufrechten, ehrlichen Film zu sehen, der über die Odyssee von Youssef Nada berichtet.


Zionismus als Pathologie
Die tiefliegenden Ursachen des Terrors, der vom jüdischen Staat ausgeübt wird
19. Januar 2009 | Die Gründung des Staats von Israel im Jahr 1948 ist durch die ethnische Säuberung von mehr als 750.000 Palästinenser begleitet worden (*) – ungefähr mehr als die Hälfte der einheimischen Bevölkerung ist, entweder durch Gewalt oder aus generierter Angst wegen den absichtlichen Massakern an der Zivilbevölkerung, aus ihren Städten und Dörfern, wie aus dem Dorf Deir Yassin, vertrieben worden. Seither hat Israel, während seiner sechzig Jahre Existenz – vom Massaker von Sabra und Chatila im Jahre 1982, bis hinaus zu den Blutbädern, die sich heute in Gaza abspielen, die Zerstörung des Flüchtlingslagers von Jenine und die Zerstörung der palästinensischen Infrastrukturen im Westjordanland im Jahre 2002, die Massaker im Flüchtlingslager von Janaliah und Beit Hanoun im Jahre 2005, 2006 und 2008, den massiven Bombardierungen vom Libanon im Jahre 2006 - unter dem Vorwand „sich zu verteidigen" nie aufgehört, seinen Nachbarn Tod und Verwüstung mit der Schlagkraft seiner Luftwaffe, seiner Kriegsmarine und seinen (...)


Offener Brief an Frau Micheline Calmy-Rey
Gaza: Lehren eines angekündigten Blutbades
16. Januar 2009 | Mit wem denken Sie zu reden, wenn Gaza sich aus seinen Trümmern erheben wird? Mit jenen aus Ramallah, die ihr Volk verraten und die Sie mit der „Genfer Initiative" in die Irre geführt haben, die Israel den Vorzug gibt und damit den Kolonisierten noch weitere Ungerechtigkeiten bringt? Oder mit jenen, die das Vertrauen der Palästinenser erworben haben?


Internationale Diplomatie: Komplize der Verbrechen des jüdischen Staats
Wir drängen unsere Regierungen dem Blutbad unverzüglich ein Ende zu setzen
8. Januar 2009 | Seit elf Tagen führt Israel einen grauenhaften Krieg gegen eine Zivilbevölkerung mit eindeutiger oder stillschweigender Beihilfe, und dies sollte man unerlässlich laut sagen, unserer Staaten. Seit elf Tagen wirft Israel ununterbrochen Phosphorbomben und Bomben mit abgereichertem Uran ab, verachtet deutlich das internationale Recht und zeigt keine Rücksicht für das Leben der Einwohner von Gaza, ob Männer, Frauen oder Kinder. Durch die Feigheit unserer Regierungen, die sich bislang nur auf einige diplomatische Gestikulationen beschränkt haben, um Israel Zeit zu lassen „die Hamas zu zermalmen“ - mit anderen Worten, der palästinensische Widerstand gegen die israelische Militärbesatzung - sterben die Opfer dieses grauenhaften Kriegs, von dem wir die höllischen Bilder nicht mehr ertragen können, mangels erster (...)


Israelische Kriegsverbrechen
Die Bomben der Operation "Gegossenes Blei" oder die Barbarei eines rassistischen Staates
5. Januar 2009 | Der von der israelischen Armee eröffnete Krieg gegen Gaza, enthüllt noch ein Mal, die aussergewöhnliche Bestialität dieser Armee, die von den Propagandisten als die „moralischste Armee der Welt" qualifiziert wird. Ohne die Mittäterschaft unserer demokratischen Staaten und den ignoranten oder unehrlichen Journalisten, wäre dies nicht möglich. Diese Straflosigkeit, die man Israel gewährt, ist unerträglich. Das Völkerrecht wird nicht respektiert, wenn es sich um arabische und muslimische Opfer handelt. Silvia Cattori hat den palästinensischen Journalisten Rami Almeghari in Gaza erreichen können, wo er mit seiner Familie lebt. Er ist 31 Jahre alt. (*)